Kirchenchor Cäcilia
Der Kirchenchor St. Judas Thaddäus blickt auf eine nunmehr über einhundertjährige Geschichte zurück: am Fest der Hl. Cäcilia im Jahr 1902 zunächst als Männerchor gegründet, wurde er im Jahr 1935 zum gemischten Chor erweitert.
„Der Verein stellt sich zur Aufgabe, im Anschluß an den „Allgemeinen Cäcilienverein“ den Kirchengesang im Sinne und Geiste der hl. Kirche, auf Grundlage der bezügl. Bestimmungen u. Anordnungen zu pflegen und im Besonderen zur Hebung des Gottesdienstes in der Pfarrkirche durch Gesangsaufführungen mitzuwirken. Daneben soll auch der weltliche Gesang, wenn Zeit und Verstande es gestatten, Berücksichtigung finden.“
So lautet der § 1 der Statuten des Kirchenchores, geändert am 09.02.1925, und wenn auch der Wortlaut ein wenig veraltet ist, hat sich doch am Inhalt nicht viel verändert: Hauptaufgabe des Chores, der aktuell 52 Sängerinnen und Sänger zählt, ist die Mitgestaltung der Festgottesdienste zu den kirchlichen Feiertagen, aber auch zu anderen Festen und Anlässen. Ergänzt wird die Chorarbeit durch die Choralschola, die in besonderer Weise die Gregorianischen Gesänge pflegt.
Tradition geworden sind die Advents- und Sommerkonzerte: während die Adventskonzerte in St. Judas Thaddäus den klassischen Chorwerken vorbehalten sind, widmen sich die Sommerkonzerte in der Buchholzer St. Nikolaus Kirche auch dem weltlichen Gesang wie z.B. Musical- und Schlagermelodien und Volksliedern.
Zum 100jährigen Jubiläum im Jahr 2002 erfuhr der Chor eine besondere Ehrung: der „Allgemeinen Cäcilienverband für Deutschland“ verlieh ihm als Dank und Anerkennung für Verdienste um die Kirchenmusik die Palestrina-Medaille.
Das herausragende Ereignis der letzten Jahre war zweifellos die Reise ins Elsass im Juni 2003: der Chor durfte in der samstäglichen Abendmesse im Straßburger Münster die Missa Dixit Maria von Leo Hassler aufführen. Im Chorraum dieser gewaltigen Kathedrale zu stehen und vor zahlreichen Gottesdienstbesuchern zu singen, war ein Erlebnis, das wohl allen Chormitgliedern immer in Erinnerung bleiben wird.
Ein weiterer Höhepunkt folgte im Jahr 2004, als der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle am 1. August weltweit einen Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Judas Thaddäus übertrugen - unter Mitwirkung des Kirchenchores.
Nach einem eher „normalen“ Jahr 2005 brachte das Gedenkjahr 2006 mit dem 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart und dem 150. Todestag von Heinrich Heine eine besondere Herausforderung: gemeinsam mit dem Madrigalchor „Cäcilia“ Kapellen 1985 e.V., Gesangs- und Instrumentalsolisten sowie Musikern der Duisburger Philharmoniker gestaltete der Kirchenchor am 4. November in der Evangelischen Stadtkirche in Moers und am 12. November in der Pfarrkirche St. Judas Thaddäus unter dem Titel Mozart trifft Heine - Noten und Reime ein Chor- und Orchesterkonzert, das Chorleiter Ulrich van Ooy und den Sängerinnen und Sängern viel abverlangte, von den Zuhörern aber auch mit Beifall belohnt wurde.
... und so geht es weiter (ab Advent 2011)
Zum 1. Adventssonntag, dem 27. November lädt der Kirchenchor die Gemeinde zum gemeinsamen Singen ein. Weitere Mitwirkende unter der Gesamtleitung von Ulrich van Ooy sind der Kinderchor und das Ensemble Flauto dolce. Neben weihnachtlicher Musik werden Adventslieder aus dem neuen Halleluja-Heft zu hören sein. Die Gemeinde ist zum Mitsingen ganz herzlich eingeladen. Beginn ist um 16.00 Uhr in der Kirche an der Münchener Straße.
Den Choral zum 3. Adventssonntag Gaudete in Domino semper - Freut euch im Herrn zu jeder Zeit singt die Schola in der Vorabendmesse am Samstag, dem 10. Dezember um 18.15 Uhr.
Noch einmal Lieder zum Advent im Wechsel mit Orgelmusik und Blockflötenspiel stimmen ab
21.30 Uhr die Besucher auf die Christmette ein, die vom Chor mit festlichem Gesang musikalisch begleitet wird.
Puer natus est nobis - Ein Kind wurde uns geboren beginnt der Text des Eingangsliedes des Gregorianischen Chorals, den die Schola in der Festmesse um 10.00 Uhr am 1. Weihnachtstag singen wird, und den musikalischen Schlusspunkt setzt der Chor am 2. Weihnachtstag: in der Festmesse um 10.00 Uhr erklingt unter der Leitung von Ulrich van Ooy die Kleine Orgelsolomesse in B-Dur von Joseph Haydn.
Damit beschließt der Kirchenchor von St. Judas Thaddäus sein diesjähriges Programm. Doch die Vorbereitungen für das nächste Jahr haben schon begonnen:
Der Hauptaltar unserer Kirche St. Judas Thaddäus, der sog. Wiedenbrücker Marienaltar wurde vor 100 Jahren geweiht, auf sein 110-jähriges Bestehen kann der Kirchenchor zurückblicken. Mit einem Marianischen Konzert, das am 11. Mai um 19.30 Uhr in unserer Kirche stattfindet, werden diese Jubiläen gefeiert.
Harald Stecker wird über die Entstehung und wechselvolle Geschichte des Altars im Laufe dieser hundert Jahre informieren, uns obliegt die musikalische Gestaltung. Die Proben hierfür haben schon im Sommer begonnen. Unter anderem werden wir das Magnificat von Franz Schubert, das Ave Maria von Gioacchino Rossini sowie das Sancta Maria, Mater Dei und das Te Deum von Wolfgang Amadeus Mozart singen. Wir freuen uns schon auf diese große Herausforderung.
Wir, die Sängerinnen und Sänger mit ihrem Chorleiter, sind stolz auf die lange Tradition unseres Chores, und wir wünschen uns, dass er noch lange bestehen bleibt. Das ist natürlich nur möglich, wenn immer neue Sängerinnen und Sänger den Weg zu uns finden. Wenn Sie Freude am Gesang haben, setzen Sie sich mit uns in Verbindung (Tel. 70 05 06) oder kommen Sie einfach zur Probe (dienstags von 20.00 bis 21.30 Uhr im Karl-Martin-Haus). Wir heißen Sie herzlich Willkommen.
Wenn Sie nicht regelmäßig in einem Kirchenchor, sondern nur von Zeit zu Zeit singen möchten, haben Sie auch dazu die Möglichkeit: in einem Projektchor, der zu besonderen Anlässen gebildet wird. Auskunft hierüber gibt Chorleiter Ulrich van Ooy.
Ein weiteres Jubiläum gilt es im nächsten Jahr zu feiern. Vor zwanzig Jahren rief Ulrich van Ooy interessierte Mädchen und Jungen dazu auf, ein „kleines“ Musikinstrument spielen zu lernen. Die Blockflötengruppe wurde gegründet. Eine zunächst kleine Gruppe ist beachtlich gewachsen, so dass daraus inzwischen zwei gebildet wurden, die der Anfänger und die der Fortgeschrittenen, das sog. Ensemble Flauto dolce.
Auch hier gilt: In den Instrumentalgruppen sind neue Mitwirkende, gleich welchen Alters, herzlich willkommen. Beide Gruppen proben donnerstags (mit Ausnahme der Ferienzeit): die Kleinen um 15.15 Uhr in der Sakristei, das Ensemble Flauto dolce um 18.45 Uhr im Karl-Martin-Haus.
2. November 2011
Hannelore Viegener
