20 Jahre Fastenessen in St. Judas Thaddäus

für ökumenische Gemeindeprojekte der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde in Duisburg-Buchholz

 Mit dem diesjährigen Fastenessen blickt die Gemeinde St. Judas Thaddäus auf eine 20-jährige gute Tradition zurück. 1992 trafen sich die Gemeindemitglieder zum ersten Mal in der vorösterlichen Fastenzeit nach der hl. Sonntagsmesse im Gemeindezentrum Karl-Martin-Haus zu einem gemeinsamen Fastenessen. Seitdem kommen die Gemeindemitglieder alljährlich einmal zusammen um gemeinsam ein Projekt der Kinder-Nothilfe Duisburg zu unterstützen und natürlich bei einem einfachen Mittagessen ein Stück "Fastenzeit" zu leben.

Von 1992 bis 2008 unterstützte die Gemeinde das Kinder-Nothilfe Projekt "ARCOVERDE" in Brasilien. In den Einrichtungen dort werden Kinder und Jugendliche aus den Favelas gut betreut und in wichtigen Dingen auf die Zukunft vorbereitet. Für viele Kinder zahlte sich diese Betreuung später durch eine verbesserte Lebenssituation in Schule und Beruf aus. 2008, nach 16-jähriger Unterstützung, auch durch die katholische und evangelische Gemeinde in Duisburg-Buchholz, konnte sich die Einrichtung selbst tragen und das Ziel "Hilfe zur Selbsthilfe" wurde erreicht. Durch verschiedenste Aktionen, wie auch das Fastenessen, konnte in dieser Zeit dem Projekt fast 40.000 EURO zur Verfügung gestellt werden.

Natürlich war es unserer Gemeinde wichtig, sich danach wieder in ein neues Projekt einzubringen. Mit Hilfe der Kinder-Nothilfe fand es sich schnell und zwar in "CERVAC", ein Rehabilitationszentrum in Brasilien. Das Zentrum betreut behinderte Kinder und Jugendliche, die in Brasilien keinen guten Status haben und deshalb am Rande der Gesellschaft leben. Das Besondere an dieser Einrichtung ist, dass die Kinder dort nicht einfach abgegeben werden, sondern die Eltern dort mit in den Tagesablauf einbezogen werden. Seit dem Engagement unserer Gemeinde in dieses Projekt konnten bisher mehr als 7.000 EURO aufgebracht werden.

Das diesjährige Fastenessen war wie in jedem Jahr gut besucht. Mehr als 100 Gemeindemitglieder trafen sich wieder im Karl-Martin-Haus. Wie üblich gab es zunächst eine Zusammenfassung der Gemeindeaktivitäten des vergangenen Jahres für das Projekt "CERVAC" und zusätzlich entsprechende Informationen durch Frau Dr. Ingrid Hruby von den Aktivitäten der Kinder-Nothilfe"vor Ort". Danach kam das leibliche Wohl Aller auch nicht zu kurz, dafür sorgte die Kochgruppe "Götterspeise", die in diesem Jahr die Organisation und Bedienung übernommen hatte. Pellkartoffeln und dutzende verschiedenster Quarkspeisen, die von den Gemeindemitgliedern lecker zubereitet worden sind, ließen niemanden hungrig nach Hause gehen. Natürlich gab es auch wieder den guten Früchtetee. Aber nicht nur! Lag es an unserem 20. Jubiläum oder hat man sich im Vorfeld an mittelalterliche Traditionen der bayrischen Mönche erinnert? Ab dem 17. Jahrhundert brauten Paulaner-Mönche zur Fastenzeit ein Starkbier. Sie mussten sich generell sehr karg ernähren und brauchten daher vor allem während der noch strengeren Fastenzeit zur Stärkung ein "flüssiges Brot", welches das Fasten nicht brach. Diese Tradition der bayrischen Mönche ist bei den Gemeindemitgliedern sehr gut angekommen.

Bleibt noch anzumerken, dass dem ökumenischen Gemeindeprojekt "CERVAC" an diesem Tag 420 EURO durch Spenden zu Gute gekommen sind.

Allen Helfern und Spendern ein herzliches "Vergelts Gott"!

Das 20. Fastenessen in Bildern

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